Mit freundlicher Unterstützung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit
- Heimwerken
Alle 12 Minuten verletzt sich in Österreich ein Heimwerker so schwer, dass er im Spital behandelt werden muss.
In Österreich verletzt sich etwa alle zwölf Minuten ein Heimwerker so schwer, dass er im Spital behandelt werden muss. Etwa drei von vier Verletzten sind Männer (78%).
- Hausarbeit
Allein im Jahr 2006 putzten sich in Österreich rund 21.400 Menschen krankenhausreif.
Besonders gefährdet sind ältere Damen (60+), denn fast jeder Dritte aller Verunfallten kommt aus dieser Gruppe.
Viele Verletzungen resultieren aus Stürzen von wackeligen Stühlen, alten Leitern oder improvisierten Steighilfen, die teilweise nur mit Socken oder Schlapfen bestiegen wurden.
Von bekannten Klassikern wie "stößt sich den Kopf an offenem Küchenkastl an", "wollte Couch wegschieben, um Staub zu wischen und spürte einen Schmerz im Kreuz“ oder „stand auf der Leiter, verlor Gleichgewicht und stürzte" ... ist alles dabei.
- Gartenarbeit
Obwohl die Gartenarbeit eine Frauendomäne ist, verletzen sich Männer häufiger.
Im Jahr 2006 verletzten sich in Österreich rund 11.400 Personen bei der Gartenarbeit so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten.
Über 51% der Unfälle sind auf Unkonzentriertheit und Hektik zurückzuführen, weitere 21% auf Selbstüberschätzung und Ungeübtheit.
Laut einer KfV-Studie sehen sich 76% aller Personen, die sich beim Gärtnern verletzten, als Gartenprofi und zeigen damit, wie sehr sie die Anforderungen der Gartenarbeit unterschätzen.
- Auf dem Spielplatz
2006 verletzten sich laut Freizeitunfallstatistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) rund 6.700 Kinder unter 15 Jahren auf einem Spielplatz so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten.
Eine paradoxe Folge von Bewegungsarmut ist die Zunahme von Unfällen, die auf mangelnde Kraft und Geschicklichkeit zurückzuführen sind.
Laut Freizeitunfallstatistik des KfV hatten im Jahr 2006 insgesamt rund 170.200 Kinder unter 15 Jahren Unfälle.
- Senioren
So verunfallten im vergangenen Jahr 47% (63.900) der Senioren zuhause, 20% der Unfälle (26.500) passierten in der näheren Wohnumgebung.
Senioren verunfallten "zu 87% (135.700 spitalsbehandelte Unfälle) in den Bereichen Heim und Freizeit."
Mehr als drei Viertel der Unfälle (105.000) im Bereich Heim und Freizeit waren Stürze.
Während die Pensionsvorsorge bereits in jungen Jahren getroffen wird, ist das Ergreifen von Sicherheitsmaßnahmen in den eigenen vier Wänden nach wie vor ein Tabuthema.
Bewegungsmangel und die daraus resultierende Muskelschwäche sind ein Grund für viele Stürze und damit Verletzungen im Alter.
Jährlich verletzen sich ca. 71.000 Senioren durch Ausrutschen oder Stolpern so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen.
Was in jungen Jahren nur ein Gipsbein oder blaue Flecken nach sich zieht, endet im Alter nicht selten mit einem Oberschenkelhalsbruch.
"Bewegung kann das Leben um viele Jahre verlängern und verhindert Unfälle." "Vor allem Unfälle durch Stürze könnten durch ein gezieltes Balance- und Krafttraining reduziert werden."
- Snowboarden
2006 verunglückten laut Freizeitunfallstatistik des KfV 13.600 Snowboarder in Österreich so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten.
Zusammenstöße mit anderen Wintersportlern machen nur einen Bruchteil des Unfallgeschehens aus.
Während Skiläufer besonders im Bereich der unteren Extremitäten gefährdet sind, verletzen sich Boarder meist an Händen, Unterarmen, Ellbogen und Schultern, wenn sie instinktiv versuchen, einen Sturz abzufangen.
Laut VKF "gehört ein Helm zur absoluten Pflichtausstattung für Boarder, denn immerhin rund 11% der verunglückten Snowboarder werden mit Kopfverletzungen ins Spital eingeliefert."
Viele Haushaltsversicherungen decken auch die Haftpflicht für Schäden, die ein Haushaltsangehöriger einem anderen Menschen zufügt.
- Fußball
2006 verletzten sich rund 30.600 Personen beim Fußball spielen so schwer, dass sie den Weg vom Rasen ins Spital antreten mussten.
Immerhin ein Fünftel (20%) aller im Krankenhaus behandelten Verletzungen sind auf Fremdverschulden zurückzuführen.
Das KFV stellt fest, dass "24% der im Spital behandelten Fußballspieler jünger als 15 Jahre sind".
Viele Haushaltsversicherungen decken auch die Haftpflicht für Schäden, die ein Haushaltsangehöriger einem anderen Menschen zufügt.
- Der Berg ruft
Allein im Jahr 2006 haben sich rund 7.500 Menschen beim Wandern oder Bergsteigen so schwer verletzt, dass sie im Spital behandelt werden mussten. Jährlich gibt es etwa 100 Todesfälle beim Bergwandern.
Laut KfV "nimmt der Sturz auf Wegen und Steigen, etwa durch Ausrutschen oder Stolpern, mit 75% den ersten Platz ein".
Neben dem Blitzschlag stellen dichter Nebel oder Regen eine weitere alpine Gefahr dar.
Nur markierte Wege benutzen und regelmäßige Pausen einlegen, so bleibt der Wanderspaß ungetrübt.
Bleiben Sie ruhig, wenn wirklich etwas passiert, handeln Sie überlegt. Über Notruf 140 (Bergrettung) oder Euro-Notruf 112 können Sie Hilfe herbeiholen.
- Skifahren
Allein im Jahr 2006 verletzten sich beim Skifahren rund 45.500 Personen in Österreich so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten.
Fast die Hälfte aller Verletzten (47%) zog sich Verletzungen an Beinen und Füßen zu, 28% wurde mit Verletzungen an Armen und Händen ins Krankenhaus gebracht und 11% erlitten Kopfverletzungen.
Rund 80% aller Unfälle auf der Piste sind Stürze ohne Einwirkung anderer Wintersportler.
Abseits der Piste – Die meisten der verunglückten Skifahrer und Snowboarder treten die verhängnisvolle Lawine selbst los.
Viele Haushaltsversicherungen decken auch die Haftpflicht für Schäden, die ein Haushaltsangehöriger einem anderen Menschen zufügt.
Löst eine Bindung grundlos oder im entscheidenden Fall nicht aus, haftet der Sportfachhandel. Voraussetzung ist natürlich, dass man nicht selbst die Bindung justiert, sondern einen Profi ans Werk gelassen hat.
Haftung bei Kollisionen: FIS-Regeln gelten als Maßstab für die Gerichte.
So genannte atypische Gefahren müssen jedoch von den Seilbahnen entschärft werden, ansonsten haften sie bei Unfällen. Dazu zählen neben verborgenen Absturzstellen und Lawinen auch künstlich errichtete Hindernisse wie Schneekanonen oder Seilbahnstützen. Außerdem müssen die Pisten markiert werden, damit Wintersportler erkennen können, wie weit der Einflussbereich der Seilbahnen reicht.
Schutzengel Skihelm! Vor allem Pistenflöhe sollten mit guter Ausrüstung den Hang hinunterdüsen.
Wichtig zu wissen: Wenig Schnee bedeutet nicht gleichzeitig geringe Lawinengefahr.
Blinkende gelbe Leuchten in den Talstationen des Skigebiets bedeuten akute Lebensgefahr abseits der gesicherten Pisten und Skirouten.
Entgegen manch verbreiteter Meinung – sind bereits vorhandene Skispuren nicht zwangsläufig Kennzeichen eines lawinensicheren Hangs.
- Schwimmen
Jährlich sterben etwa 84 Menschen in Österreich durch Ertrinken. 591 Menschen waren es im Zeitraum von 2000 bis 2006.
Verletzte Schwimmer findet man jedes Jahr in Österreichs Spitälern. Im Jahr 2006 waren es rund 4.100 Personen, die sich beim Schwimmen, Springen und Tauchen so schwer verletzten, dass sie im Spital behandelt werden mussten.
2.000 der beim Baden verletzten Kinder (49 %) "waren Kinder unter 15 Jahren".
Gerade bei einem Kopfsprung in unbekanntes Gewässer kann man sich leicht Kopfverletzungen zuziehen.
Selbstüberschätzung und Überanstrengung sind häufige Todesursachen. Zudem droht eine mögliche Überbeanspruchung des Herz-Kreislaufsystems.
Kleinkinder sollten auch in Ufernähe immer Schwimmflügel tragen.
Schwimmreifen, Schwimmtiere oder Luftmatratzen schützen nicht vor dem Ertrinken, sie sind reines Spielzeug.
Nur Europa-Norm gerechte Oberarm-Schwimmflügel (erkennbar am CE-Zeichen) mit getrennt voneinander aufblasbaren Kammern und Sicherheitsventilen bieten ausreichend Schutz.
Enorm wichtig ist das Wissen, wie man im Notfall Wiederbelebungs-Maßnahmen anwendet, denn im Notfall kommt es auf sofortige Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzmassage an.
Erste-Hilfe-Kurse retten Leben Von der Schnelligkeit, mit der die Erste-Hilfe-Maßnahmen durchgeführt werden, kann das Leben eines Menschen abhängen. (Rotes Kreuz)
Um einseitige Belastung und Verspannungen zu vermeiden, ist ein häufiges Wechseln von Schwimmlage und Schwimmstil empfehlenswert.
- Auf Rollen ins Spital – Inlineskaten
Allein im Jahr 2006 rollten rund 4.200 Inline-Skater österreichweit ins Krankenhaus. 25% der Inline-Skater, die 2006 im Spital landeten, war unter 15 Jahren.
Von den Blessuren am meisten betroffen waren die oberen Extremitäten, gefolgt von den unteren und dem Kopf.
Auf Platz eins lag mit 50% der Knochenbruch, dahinter Sehnen- und Muskelverletzungen.
63% der Verunfallten gaben laut Freizeitunfallstatistik an, dass sie zum Zeitpunkt des Unfalls ohne Schutzausrüstung unterwegs waren.
Eine Schutzausrüstung (Helm, Arm-, Ellbogen- und Knieschützer) ist absolut empfehlenswert. Anfänger habe auch die Möglichkeit einen Kurs zu besuchen, um das richtige Bremsen und Stürzen zu lernen.
|